Wenn eine uralte Bedrohung erwacht und Bündnisse zerbrechen, bleibt nur der Mut der Wenigen.
Die Chroniken von Wetherid beginnen als Abenteuer. Sie enden als Krieg um alles.
Ein heiliges Buch verschwindet, und mit ihm die Sicherheit einer ganzen Welt. Eine Gruppe ungleicher Gefährten zieht aus, um es zurückzuholen – durch verzauberte Wälder, vergessene Ruinen und Reiche, in denen jede Begegnung ihren Preis hat.
Zwanzig Jahre später ist der Frieden, den sie erkämpft haben, brüchig. An Fürstenhöfen stirbt, wer zur falschen Zeit das Richtige sagt, und aus der Seelenwelt dringt ein Einfluss in die Gedanken der Mächtigen, der sie gegeneinander treibt, lange bevor die erste Klinge gezogen wird.
Wetherid ist eine Welt, in der Entscheidungen Konsequenzen tragen. Kein Bündnis hält, weil es einmal geschlossen wurde. Kein Held bleibt unversehrt.
Was als Gefährtenschaft beginnt, wird zur Zerreißprobe – zwischen Pflicht und Verlust, zwischen Loyalität und Überleben.
Die Erzählung wechselt zwischen den Perspektiven von Kriegern, Herrschern, Intriganten und denen, die zwischen die Fronten geraten. Der Ton ist ernst, die Welt ist hart, und nicht jede Geschichte endet gut.
Die Welt erstreckt sich über mehrere Kontinente – vom Großreich Wetherid im Westen über das Nordland mit seinen Clans und Frostelfen bis zu den Steppen von Kahroska im Osten. Im Südlichen Meer liegen Shanburia, die Aruvaren-Inseln und die Magierinsel Horunguth.
Gegenüber steht Fallgar, ein Reich aus Vulkanfestungen, Todessümpfen und Schattenmagiern, dessen Völker eigene Machtansprüche nie aufgegeben haben.
21+ Völker. Über 140+ Charaktere. Mehr als 40+ Orte. Kreaturen von Eisdrachen bis zu den Riesenwürmern der Wüste. Eine Welt, die darauf wartet, betreten zu werden.
Die Welt steht am Abgrund. Während Gorzod Grauschwinge in den Tiefen von Raga Gur die Ankunft des Dämons Xaroth weiter vorbereitet, wächst seine dunkle Allianz. Misstrauen bedroht das Bündnis von innen, und im Dunklen Wald verändern sich die Gesetze der Natur
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Der Anfang vom Ende. Der Ork-Schamane Gorzod hat einen Dämon gerufen. Gorathdin und seine Gefährten müssen ins gefährliche Nordland reisen, um lange vergessene Artefakte zu finden, bevor es zu spät ist.
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In einer Welt, in der uralte Magie und mythische Kreaturen das Gleichgewicht bestimmen, verschwindet ein heiliges Buch. Eine ungewöhnliche Gruppe von Helden muss sich verbünden.
Mehr zum Buch»Ornux, der Schatten streift durch unsere Reihen. Warum sollten wir unser Schicksal erneut in die Hände Eures Herrn legen?«, entgegnete Gorzod, seine Stimme tief und durchdringend, während er den Stab fester in seiner Hand hielt. »Weil die Macht der Entorbis euch Stärke verleiht, weil unser Bündnis mit Raga Gur und darüber hinaus zu nie gesehener Macht führen kann«, erwiderte Ornux, doch er spürte, dass Worte allein den stolzen Schamanen nicht überzeugen würden. Die Orks murmelten untereinander, ihre Augen funkelten misstrauisch. »Gorzod, zeigt uns eine Probe Eurer Stärke und Eurer Weisheit. Ein Duell der Magie zwischen uns. Solltet Ihr gewinnen, werde ich unverrichteter Dinge zurückkehren. Doch wenn ich gewinne, erneuert Ihr das Bündnis.« »Ein Duell der Magie also. Sehr wohl, Ornux. Möge die dunkle Macht entscheiden«, willigte Gorzod ein und lachte zustimmend.
Lady Merdiva trat näher, ihre Stimme wurde mit einer gefährlichen Klarheit lauter. „Ein kluger Spieler weiß, wann Vorsicht besser ist, Eryndor. Eure Zurückhaltung könnte man Verrat nennen – und sowohl Aldion wie auch Belmarr würden das sicher ahnden.“ Eryndor stand auf, sein Blick scharf, seine Augen funkelten verärgert. „Verräter? Ihr seid mutig, so etwas zu mir zu sagen.“ Bevor sie antworten konnte, griff er nach ihr und packte ihre Arme. Doch sie blieb vollkommen ruhig. Kein Widerstand. Kein Zucken. Einen Moment lang standen sie so da – die Spannung lag in der Luft, unausgesprochen und doch greifbar. Dann neigte sie den Kopf leicht zur Seite, ihre Lippen verzogen sich zu einem kaum sichtbaren Lächeln. „Ihr seid gefährlich, Eryndor – das macht euch reizvoll.“ Ihre Finger glitten an seinem Nacken hinauf, seine Spannung hielt für einen Moment, dann zog sie ihn zu sich.
„Ihr solltet dankbar sein, dass euer vernarbter Kopf noch auf euren Schultern sitzt.“ Prinz Sylvians linke Hand wanderte langsam zu seinem Stiefel. Lautlos zog er einen Dolch und schob ihn unter der Tischkante vor, bis die Spitze kaum eine Handbreit von Elroths Seite entfernt war. „Mäßigt euch“, fauchte er. „Ihr seid in keiner Lage, mir etwas abzufordern.“ Mit der Rechten öffnete er den Beutel. Langsam, fast bedächtig, zog er etwas Dunkles hervor. Zuerst nur eine verfilzte Haarsträhne. Als er weiterzog, erstarrte Elroth. Seine Augen waren weit aufgerissen. Ein Schrumpfkopf lag nun in Sylvians Hand. Elroths Atem stockte; das Blut wich aus seinem Gesicht. Prinz Sylvian bemerkte die Reaktion mit Genugtuung, warf einen raschen Blick durch den Raum und schob den Kopf langsam über die Tischplatte. „Erkennt ihr sie?“, flüsterte er.